Das nordamerikanische Land will Indiens wachsende Nachfrage nach kritischen Ressourcen bedienen.
Kanada und Indien wollen ihre Handelsbeziehungen weiter vertiefen, insbesondere die Partnerschaft in den Bereichen Energie und Rohstoffe. Das geht aus einem diese Woche veröffentlichten gemeinsamen Statement hervor. Die Vereinbarung wurde von Kanadas Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Tim Hodgson, und Hardeep Singh Puri, Indiens Minister für Erdöl und Erdgas, unterzeichnet.
In der Erklärung wird Kanada als Lieferant und Indien als wachsender Nachfragemarkt für saubere und konventionelle Energie sowie kritische Rohstoffe genannt. Indien, mittlerweile das bevölkerungsreichste Land der Welt und eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften, plant massive Investitionen in Erneuerbare Energien, um den steigenden Strombedarf zu decken. Für diesen Sektor und für den vorgesehenen Ausbau der heimischen Hightechbranche werden zudem kritische Mineralien benötigt, deren Versorgung künftig weniger von chinesischen Importen abhängen soll. Neben der verstärkten Förderung eigener Rohstoffvorkommen spielt dabei auch die Diversifizierung der Lieferketten eine wichtige Rolle.
Kanada wiederum, bereits eine bedeutende Bergbaunation, will die Produktion kritischer Rohstoffe ankurbeln und sich als Alternative zu China positionieren. So will das nordamerikanische Land etwa zu einem bedeutenden Produzenten Seltener Erden werden und verfügt seit kurzem über eine der wenigen Raffinerien außerhalb Chinas, zusätzlich zu einem eigenen Bergwerk.
Photo: shaunl via Canva
