Produktion

Vorkommen

Förderung als Nebenprodukt: Genaue Jahresproduktion kann nur geschätzt werden

Die jährliche Produktionsmenge von primärem Germanium, also aus natürlichen Vorkommen raffiniertes Material, ist mit geschätzten 140 Tonnen sehr begrenzt. Die tatsächliche Menge ist nur schwer zu ermitteln, da das Technologiemetall hauptsächlich als Nebenprodukt aus Zink-, Silber-, Zinn- und Kupfererzen gewonnen wird. Zudem behandeln die Hersteller in diesem vergleichsweisen kleinen Markt ihre Daten vertraulich. Auch Flugasche, die beim Verbrennen von Kohle entsteht, enthält oft Germanium und kann als Quelle genutzt werden. Den weltweit größten Anteil an der Produktion von Germanium hat mit deutlichem Abstand China, gefolgt von Russland. 

Gewinnung

Komplexe Prozesse: Gewinnung von Germanium ist kein Zufallsprodukt

Die Gewinnung von Germanium ist komplex und erfordert zahlreiche Prozesse. Das Ausgangsmaterial, das aus Erzen oder Flugasche stammt, wird zunächst unter Einsatz von Säuren zu einer Lauge aufbereitet. Die Zugabe von Chlor, eine abschließende Destillation und Reinigung ergeben Germaniumtetrachlorid. Diese Flüssigkeit ist für die Herstellung von Glasfaserkabeln von großer Bedeutung. Mittels Hydrolyse wird aus diesem Zwischenprodukt festes Germaniumdioxid. Dieses kann für die Herstellung optischer Linsen genutzt werden und z.B. als Katalysator für die Herstellung von PET-Flaschen. Germanium als Metallpulver erfordert die anschließende Reduktion von Germaniumdioxid mit Wasserstoff. Hieraus können Barren gegossen werden, die durch Schmelzen und Abkühlen von Unreinheiten befreit werden. Erst dann sind sie für elektronische Anwendungen zu nutzen. Aus hochreinem Germanium können zudem Kristalle gezüchtet werden. Dieses hochkomplexe Verfahren liefert das Ausgangsmaterial für Halbleiter und Speziallinsen.  

Recycling

Der weltweite Bedarf an Germanium steigt. Angesichts der stark konzentrierten Förderung und Weiterverarbeitung kommt dem Recycling als Quelle für diesen Rohstoff eine immer größere Bedeutung zu. Dies gilt auch für die Verarbeitung von Schrotten aus der Produktion germaniumhaltiger Erzeugnisse. In Europa sieht das Gesetz über kritische Rohstoffe (Critical Raw Materials Act) vor, dass 25 Prozent des Bedarfs an strategischen Rohstoffen bis 2030 durch Recycling gewonnen werden müssen. Zu diesen Materialien gehört auch Germanium. Neben Anderen arbeitet der Rohstoffhändler TRADIUM bereits auf nationaler und internationaler Ebene daran, das Potential dieser Rohstoffquelle zu nutzen.

Germanium scrapes